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Die Gründer erzählen ihre Geschichte

Als Kind hatte ich meine ganz eigene Vorstellung davon, wie ein Imker*in zu sein hat. Ich dachte immer Imker sind alt, tragen einen Bart und rauchen Pfeife. Ach ja, und Imker müssen zwingend Rentner sein. Meine Wahrnehmung hat sich als 12-Jähriger geändert, als ich dem örtlich ansässigen Imker bei seiner Arbeit mit seinen Bienenvölkern zugeschaut habe und mithelfen durfte. Plötzlich erschien mir der Beruf des Imkers gar nicht mehr nur als Hobby für die Rente und Bienen wirkten gar nicht mehr so langweilig auf mich wie vorher. 
Diese faszinierenden Tiere schaffen gemeinsam unglaubliches und es war einfach spannend, dies hautnah zu erleben. Also stieg ich auch in die Imkerei ein.

Immer, wenn ich den Leuten von meinem neuen Hobby erzählte, merkte ich schnell, dass dieses Thema auf großes Interesse stieß und, dass es Menschen aller Generationsschichten anzieht. Eine Frage, die mir immer wieder gestellt worden ist, war die, ob ich anderen das Imkern beibringen kann oder Ihnen ein Volk überlassen könnte. So gerne ich Menschen von den Bienen und der Imkerei erzähle, bei dieser Frage musste ich die Leute jedoch enttäuschen. Ich war auch noch dabei mir die Imkerei anzueignen und ein Bienenvolk einfach so zu verschenken ist leider auch nicht so einfach, wie sich die meisten das vorstellen. Für die konventionelle Imkerei benötigt es nämlich Wissen, Ausrüstung und Zeit. Nach der ersten Welle der Begeisterung eppte diese also schnell ab und die meisten verfolgten das Thema Imkerei und Bienenhaltung danach nicht weiter. 

Nach dem Abitur wollte ich wie viele andere auch ins Ausland aufbrechen. Aber wie bei einem Hund, hat man auch die Verantwortung für seine Bienen und meine Eltern wussten zwar auch einiges über die Bienen, aber für ein Jahr, konnte ich Sie nicht für 10 Bienenvölker verantwortlich machen. Also überlegte ich wie ein Bienenkasten aussehen könnte, damit meine Eltern, ohne die notwendige Erfahrung, die Tiere sicher pflegen können. Aus dieser Idee heraus entwickelte ich Zeichnungen, die einen solchen Kasten abbildeten. Mit diesen Zeichnungen ging ich zu meinem Nachbarn und gutem Freund Chris. Dieser ist Tischler und selber Imker und somit überzeugt von meiner Idee. Zusammen bastelten wir in der hauseigenen Werkstatt an der Umsetzung der Zeichnungen des Bienenkastens. 
Aber was nützen uns Zeichnungen und Prototypen, wenn der Bienenkasten in der Praxis nicht funktioniert. Mit anderen Imkerfreunden nahmen wir die ersten Bienenkästen in Betrieb und tauschten unsere Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge aus. Das Schiebersystem war schon ungewohnt für alle, weil wir es gewohnt waren an einem offenen Bienenvolk zu arbeiten, aber alle ließen sich drauf ein und warum sollte es nicht auch anders funktionieren. Es machte allen total viel Spaß und das Schiebersystem funktionierte viel besser als wir dachten. Das war ein Erfolg und motivierte uns, weiter an den Bienenkästen zu werkeln und immer mehr Verbesserungen vorzunehmen. 

Im Studium bestätigte sich nochmal meine Erfahrungen, dass gerade junge Leute in der heutigen Zeit großes Interesse an dem Thema Bienen haben. So konnten wir Nick, meinen Kommilitonen für unsere Idee begeistern. Nick arbeitete mit voller Motivation an der Idee eine Bienenbeute zu entwickeln, die für Interessierte leicht zu bedienen ist und weder den Bienen noch den Menschen schadet. Das Projekt entwickelte sich auf diese Weise viel schneller. Lange blieb unsere Idee nicht geheim. Insbesondere in meinem kleinen Heimatort wollten die Leute bald auch diesen Bienenkasten haben. Also setzten Chris und ich uns in die Garage meiner Eltern und produzierten ungefähr 50 Kästen für Nachbarn, Freunde und Familie. Währenddessen erstellte Nick eine Webseite und kümmerte sich um ein Logo. 

Dadurch, dass der Kasten nun bei viel mehr Menschen im Garten stand, wurden auch immer mehr Interessierte auf uns aufmerksam. Aufgrund der hohen Anfrage suchten wir eine neue Produktionsstätte. Dabei kamen wir mit der Werkstatt der Lebenshilfe Niedersachen in Kontakt. Diese Werkstätten sind in ganz Deutschland verteilt und beschäftigen Menschen mit einer Behinderung. Diese bekommen die Möglichkeit Ihre handwerklichen Fähigkeiten auszuleben und dabei tolle Produkte herzustellen. Neben großen Vertragspartnern hatten die Werkstätten aber auch ein großes Interesse, mit uns zusammen zu arbeiten. Die Idee kam gut bei den Mitarbeitern an, da es etwas anderes war. An dieser Zusammenarbeit halten wir bis heute fest. Auf diese Weise konnten wir die easyBeeBox in einer kurzen Zeit in viel größeren Stückzahlen produzieren und somit auf die hohe Anfrage angemessen reagieren.

Beste Grüße euer easyBeeBox-Team

Jan, Chris und Nick

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